Tauben fliegen auf

Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji

Premiere 10.03.17
Box

Die junge Ildikó Kocsis ist mit ihrer Familie vor einigen Jahren aus Jugoslawien in die Schweiz gekommen. Die Eltern bekommen überraschend die Chance, das Café Mondial in bester Lage zu übernehmen. Der Druck ist gross: Wie wird die Ortschaft auf die neuen Betreiber reagieren? Werden die Stammgäste des Mondial weiterhin kommen? Ildikó lässt ihr Studium ruhen, um mit anzupacken. Doch der stete Erwartungs- und Anpassungsdruck seitens der Familie und der Gäste ist zermürbend. Eine der seltenen Verschnaufpausen bieten die Ferien in der alten Heimat, der Vojvodina im Herzen Serbiens. In diesen Wochen ist ein anderes Leben möglich, unbeschwert und voller Erinnerungen an die wechselvolle Vergangenheit der Familie und der Vojvodina selbst, dieses Schmelztiegels der Völker im Herzen Europas. Nach einem Vorfall im Café spitzt sich die Situation zwischen Ildikó und ihren Eltern dramatisch zu, mit unerwarteten Folgen.

«Tauben fliegen auf» ist eine zeitgenössische Schweizer Familiengeschichte, geprägt von Erfahrungen der Migration und unterschiedlichen kulturellen Kontexten.
Die ungarisch-schweizerische Autorin Melinda Nadj Abonji gewann mit ihrem Buch 2010 den Schweizer und den Deutschen Buchpreis, ihre Sprache gilt als herausragend poetisch und melodiös, ihre Texte gleichen Partituren und entfalten musikalisches Potenzial.  

Im Herbst 2017 erscheint das neue Buch von Melinda Nadj Abonji mit dem Titel «Schildkrötensoldat» im Suhrkamp Verlag.

Am 25. März gibt es einen Luzerner Salon zu «Tauben fliegen auf». In Form eines Erzähl-Café möchten wir die Hilfsbereitschaft in den Mittelpunkt stellen und Geschichten von Menschen erzählen, die geholfen haben und denen geholfen wurde. Wir nennen sie «Tür-Öffner», denn sie haben anderen eine Chance gegeben, Vertrauen entgegengebracht und so einen Lebensweg entscheidend beeinflusst. 

Pressestimmen

Hörspiel und Drama, Stimmen und Körper greifen ineinander, schaffen jene Polyfonie und Lebendigkeit, die auch Nadj Abonjis Roman auszeichnet. Die Bilder, die dabei entstehen, sind anrührend, ohne kitschig zu sein, fremd-vertraut, frech und oft komisch. Doch hinter dem Lachen lauern die Abgründe. (Neue Zürcher Zeitung)

Die fünf Schauspielerinnen und Schauspieler gehen in der Box umher, auch zwischen dem Publikum, lesen den Text und halten sich nicht durchwegs an ihre Rollen. Genau damit - mit dieser Zurückhaltung - gelingt es ihnen, dem Originaltext zusätzlichen Raum zu geben und verleihen ihm sogar noch mehr Kraft, als ohnehin schon in ihm steckt. (SRF Regionaljournal)

In der Unruhe des Raums sind plötzlich alle Sehnsüchte und Ängste anwesend: Die Angst vor der Veränderung und vor einer mit Migranten überfüllten Schweiz ebenso die Aufbruchstimmung dieses Romans, dessen Druckstellen und Schürfwunden, erlitten beim Sichaufreiben zwischen zwei Kulturen, in einer berührenden Offenheit blossgelegt werden. (Luzerner Zeitung)

Es ist nicht – wie in manchen Stücken üblich – so, dass ein Akteur einmal durch den Zuschauerbereich die Bühne betritt, nein, die Zuschauer sind Teil der Bühne. Die Kreativität einer jungen Generation hat das Theater in Luzern erreicht und wird diesem hoffentlich auch erhalten bleiben. (zentralplus)

    Informationen

    • 2 Stunden, ohne Pause.

    • Schulgruppen können Patenklassen von «Tauben fliegen auf» werden.

    • Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Billettkasse.

    • Billettkasse, Garderobe, Gastronomie und WC im Theater.

    Impulsgeber

    «Expertinnen und Experten stellen ihr Wissen zur Verfügung»

    Ab Januar arbeitet das Schauspielensemble an Melinda Nadj Abonji «Tauben fliegen auf». Die Impulsgeberin ist Emina Kovacevic, Mitarbeiterin des SAH Luzern und Dozentin für interkulturelle Pädagogik an der PH Luzern.

    • 31. Jan, 19.00 Uhr
    • Südpol Pb 1
    • Eintritt frei

    Öffentliche Probe

    Pressezitat der Autorin zu ihren Sprachen

    «In einem ersten Schritt hat es mich beeindruckt, dass die Sprache der Bücher, die ich las, eine andere war als meine mündliche Sprache. Und weil ich eben früh und viel gelesen habe, habe ich auch schon als Kind Hochdeutsch gedacht – wenn ich mit mir gesprochen habe. Heute ist das Zürichdeutsche meine mündliche Sprache, die Familiensprache ist Ungarisch geblieben, und das Hochdeutsche ist so eine Art Kunstsprache. Auf diesen drei Ebenen spielt sich mein Leben ab.» Melinda Nadj Abonji, in Die Zeit 

    Produktionsteam

    Inszenierung: Sylvia Sobottka Bühne und Kostüme: Manuel Gerst Dramaturgie: Hannes Oppermann Musik: Mark Schröppel

    Spieldaten

    Di
    31.01.
    19:00
    -
    21:00 
    ical
     

    Mit Impulsgeberin Emina Kovacevic

     
    Mo
    20.02.
    19:00
    -
    22:00 
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    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji. Anmeldung erbeten

     
    Fr
    10.03.
    20:00
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    22:00 
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    Ψ  

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer
    Anschliessend Premierenfeier

    Di
    14.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

    CHF 30 / 60
    Do
    16.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

    Fr
    17.03.
    20:00
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    22:00 
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    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

    Di
    21.03.
    20:00
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    22:00 
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    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    CHF 30 / 60
    Mi
    22.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    CHF 30 / 60
    Fr
    24.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Box

     
    CHF 30 / 60
    Mi
    29.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    Allfällige Restkarten an der Abendkasse
    Do
    30.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    Fr
    31.03.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    Allfällige Restkarten an der Abendkasse
    Mi
    12.04.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

    CHF 30 / 60
    Do
    13.04.
    20:00
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    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    So
    16.04.
    20:00
    -
    22:00 
    ical
     

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    CHF 30 / 60
    Mo
    17.04.
    20:00
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    22:00 
    ical
    Ω  

    Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman von Melinda Nadj Abonji
    Einführung 19.30 Uhr, Kassenfoyer

     
    CHF 30 / 60